| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung Januar 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2. Wahl eines weiteren Mitglieds des Vorstands, falls ein bisheriges Vorstandsmitglied zur/zum Vorsitzenden gewählt wird |
| Antragsteller*in: | Micha Dirks |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Angelegt: | 06.01.2026, 15:31 |
Micha Dirks
Selbstvorstellung
Seit meinem Beitritt zu den Grünen im April 2025 durfte ich mit euch bereits so viel mehr erleben, als ich es mir zu Beginn des letzten Jahres hätte vorstellen können. Ich bin nicht zu den Grünen gegangen, um sofort „echte“ Politik zu machen. Ich bin zu den Grünen gegangen, weil ich hier etwas sehe, das nur selten so offen ausgesprochen wird.
Grün bedeutet für mich nicht nur gute Inhalte, Grün bedeutet für mich, Empathie zu leben. Ich bin grün, weil es mich schmerzt zu sehen, wenn Menschen von unserer Gesellschaft zurückgelassen werden. Grün heißt für mich, Mitgefühl zu haben mit Menschen, die ohne ein Zuhause an unsere Grenzen kommen. Grün heißt, nicht wegschauen zu können, wenn Menschen auf der anderen Seite des Globus an Kriegen und Hunger leiden. Grün bedeutet für mich, dass jeder Mensch wichtig ist und jeder Mensch eine echte Chance verdient, unabhängig davon, wie man aussieht oder woher man kommt. Und Grün bedeutet, Hass und Spaltung nicht mit gemäßigtem Hass oder gemäßigter Spaltung zu bekämpfen, sondern mit Zusammenhalt und Zuversicht.
In den vergangenen Monaten durfte ich dieses grüne Feuer nicht nur in mir selbst, sondern auch bei euch entdecken.
Genau das war meine Motivation, mich einzubringen und direkt zu Beginn den Wahlkampf der Grünen Hochschulgruppe zu organisieren. Wir konnten dabei eine überquotierte Liste aufstellen, uns von den Jusos lösen und einen zusätzlichen Sitz gewinnen. Aus diesem Engagement heraus habe ich eine Petition für mehr Verkehrssicherheit an den Uni-Standorten gestartet, die inzwischen über 500 Unterschriften gesammelt hat und mehrfach in der Presse aufgegriffen wurde. Aktuell plane ich die Übergabe der Petition an Noosha Aubel, gemeinsam mit Hendrik Woithe, unserem Uni-Kanzler, der bereits Interesse signalisiert hat. Daraufhin wurde ich vom Studierendenparlament mit großer Mehrheit zum Referenten für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz im AStA gewählt.
Außerdem wurde ich vom Universitätssenat sowie vom Uni-Präsidenten und Kanzler in den Senatsausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz gewählt. Mein Ziel ist es, die Universität Potsdam zehn Jahre früher als bislang geplant zur Klimaneutralität zu bewegen.
Auch im Kreisverband habe ich mich eingebracht, unter anderem bei der Gründung der Kreis-AG Wirtschaft, in der wir bereits in der kommenden Sitzung Sprecher*innen und Verantwortliche wählen wollen.
Was mir persönlich jedoch besonders viel Freude bereitet hat und wo viele von euch sich ebenfalls unglaublich engagiert haben, war der Bürgermeisterinwahlkampf für Noosha Aubel. Die Organisation der Plakate, Aktionen und Flyer, die gemeinsame Arbeit an den Ständen und die unermüdliche Motivation vieler von euch haben mir unglaublich viel bedeutet. Die Zusammenarbeit mit Noosha, Rebecca, Jonas und dem gesamten Vorstand hat mir großen Spaß gemacht und Potsdam fühlt sich seit dieser Wahl für mich ein Stück mehr nach Zuhause an.
Der Bürgermeisterinwahlkampf hat mir gezeigt, wie wichtig verlässliche Strukturen, klare Absprachen und gegenseitiges Vertrauen sind, gerade dann, wenn viele Ehrenamtliche neben Beruf, Studium und Familie engagiert sind. Diese Erfahrung möchte ich in die alltägliche Arbeit unseres Kreisverbands einbringen, damit Engagement gut koordiniert ist, Verantwortung geteilt wird und politische Energie nicht verpufft, sondern direkt hier vor Ort Wirkung zeigt.
Rückblickend musste ich feststellen, dass ich entgegen meinem ursprünglichen Plan längst „echte“ Politik mache.
Genau deshalb möchte ich meinen Fokus künftig noch stärker auf unseren Kreisverband legen. Ich möchte gemeinsam mit euch frühzeitig auf die kommenden Landtagswahlen blicken, auf Jonas Vorarbeit aufbauen und unsere Social-Media-Arbeit weiter professionalisieren. Während rechte Akteure zunehmend Reichweite auf Social Media aufbauen, verlieren wir dort immer weiter an Sichtbarkeit. Das muss sich grundlegend ändern. Wer junge Menschen ansprechen und wieder von uns überzeugen möchte, braucht ein Social Media, das über reine News hinausgeht. Das ist mein zentrales Anliegen.
Im Wahlkampf habe ich bereits gezeigt, wie das funktionieren kann: mit kreativen jungen Menschen, für die Filmen, Schneiden und Storytelling echte Leidenschaft ist. Meinen Draht zur Filmhochschule würde ich dafür gerne nutzen, um neue Mitglieder zu gewinnen und diese Vision voranzutreiben.
Der Punkt, der mich und sicher viele von euch, am meisten schmerzt ist, dass wir aktuell nicht im Brandenburger Landtag vertreten sind. Genau deshalb möchte ich gemeinsam mit euch schon jetzt frühzeitig auf die kommenden Landtagswahlen blicken. Für mich bedeutet das, bereits heute damit zu beginnen, politische Inhalte klar zu formulieren, strategisch weiterzuentwickeln und Kandidat*innen aufzubauen, die diese Inhalte glaubwürdig vertreten können. Ich möchte an Jonas Überlegungen anknüpfen und daran mitarbeiten, frühzeitig tragfähige Strategien zu entwickeln, Kandidat*innen in den Potsdamer Direktwahlkreisen sichtbar zu machen und Strukturen zu schaffen, die langfristig tragen.
Ich freue mich, euch auf der KMV am 11.01. persönlich zu sehen 😊
Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr
Micha Dirks