Veranstaltung: | Aufstellungsversammlung & Mitgliederversammlung |
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Tagesordnungspunkt: | 5.1. Wahl Vorstandssprecherin ( 1 Frauenplatz) |
Antragsteller*in: | Carolin Herrmann (Kreisvorstand) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 18.09.2020, 15:23 |
BW_KV7: Carolin Herrmann
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
ich bewerbe mich erneut bei euch um den Vorsitz des Kreisverbands. Bei meiner ersten Bewerbung vor zwei Jahren wuchs der Kreisverband bereits stetig an – seit dem hat sich unsere Mitgliederzahl auf rund 460 erhöht und damit mehr als verdoppelt. Vor zwei Jahren standen wir vor einem Wahlprogrammprozess und 3 Wahlen. Vor 2 Jahren wussten wir noch nicht mit welchen Herausforderungen (auch für die politische Arbeit) wir in diesem Jahr zu kämpfen haben werden.
Wir haben diese Herausforderungen gemeistert (oder sind noch dabei). Mit einem tollen Vorstand und einer engagierten Geschäftsführung haben wir die Kreisverbands- und Vorstandsarbeit besser strukturiert, Stellen aufgestockt und neu geschaffen, die Mitgliedereinbindung durch die Organisation von Veranstaltungen, Förderung von AGs und durch regelmäßige Stammtischabende gestärkt. Wir haben unsere Satzung erneuert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst, beziehungsweise auf zukünftige Mitgliederentwicklungen vorbereitet - zum Beispiel durch klarere Regelungen für die Gründung von Ortsverbänden und AGs oder die neue Möglichkeit in einer Urwahl über wichtige Fragen im KV abzustimmen.
Bei den Wahlkämpfen zur Kommunal- und Europawahl und auch zur Landtagswahl haben wir im letzten Jahr alle zusammen unglaubliche Ergebnisse erzielt. Mit dem Rückenwind durch die neue Klimabewegung wurden wir in Potsdam stärkste Kraft bei der Europawahl, zweitstärkste Kraft bei der Kommunalwahl, was eine Vergrößerung der Fraktion auf 7 auf 10 Stadtverordnete zur Folge hatte. Wir wurden hier zweitstärkste Kraft bei der Landtagswahl und Marie Schäffer konnte für uns das erste Grüne Direktmandat in Brandenburg erringen.
Auch die Themenarbeit im KV konnten wir gemeinsam stärken. Mit unserem Kommunalwahlprogramm brachten wir in einem monatelangen Prozess unsere inhaltlichen Anliegen auf den neuesten Stand. Zusätzlich fasste der KV zu Beginn des Jahres einen Beschluss zum (Teil-)Erhalt des Rechenzentrums und gegen einen historisierenden Nachbau der Garnisonkirche. Zudem bringt sich die AG Klimaschutz seit knapp einem Jahr aktiv in die Arbeit von KV und Fraktion ein und auch die AG Digitales ist auf einem guten Weg.
Selbst in der Zeit der Kontaktbeschränkungen haben wir es geschafft, weiterhin mit digitalen Veranstaltungen politische Diskussionen anzustoßen. So hatten wir spannende Veranstaltungen mit Gästen aus dem Bundesvorstand und kommunalen und Landesakteuren zur Frauenförderung in unserer Partei, zum Kindeswohl in Coronazeiten oder zum Grundsatzprogramm.
Was gibt es in den nächsten 2 Jahren zu tun?
Jede Menge. In all den den genannten Punkten haben wir große Fortschritte gemacht, es liegt aber noch viel Arbeit vor uns.
Mein Ziel für den Kreisverband ist es weiterhin die inhaltliche Arbeit zu stärken und damit einhergehend auch die Einbindung von neuen und alten Mitgliedern verbessern.
Das möchte ich schaffen, indem wir mit dem Vorstand aktiv die Gründung von inhaltlichen Arbeitsgruppen initiieren und begleiten. Ziel ist es dabei Expert*innenwissen im Kreisverband zu bündeln und interessierte Mitglieder weiterzubilden, um auf dieses für konkrete politische Vorhaben, inhaltliche Anträge oder Wahlprogramme zurückgreifen zu können und auch kommunalpolitischen Nachwuchs für die voraussichtlich immer größer werdende Stadtfraktion zu sichern.
Zudem möchte ich die Gründung von Ortsgruppen in den Stadtteilen voranbringen, in denen ich zwei Vorteile sehe: Zum einen binden wir so die Mitglieder direkt vor ihrer Haustür ein und erreichen damit, dass sich in kleineren Gruppen mehr Menschen mitgenommen fühlen, aktiv einbringen und unsere politische Arbeit unterstützen. Zum Zweiten sind wir direkt an den lokalen Themen dran und können einerseits selbst besser darauf aufmerksam werden und im nächsten Schritt auch informierter darauf reagieren oder noch besser: proaktiv handeln!
Auch wenn die Stadtfraktion sich nun mit vielen Grünen Ideen und Themen für Potsdam mithilfe der Rathauskooperation durchsetzen kann, muss dies den Menschen in unserer Stadt noch bewusster werden. Daher sehe ich weiteres Handlungfeld im Kreisvorstand darin, unsere Grünen Erfolge in der Öffentlichkeit aber auch innerhalb des Kreisverbands sichtbarer zu machen. In Zusammenarbeit mit der Stadtfraktion möchte ich Social-Media-Arbeit zu aktuellen Themen und Anträgen ausbauen und einen mit einem regelmäßigen Mitglieder-Newsletter den Kreisverband übersichtlich und in gebündelter Form auf dem Laufenden halten.
Last but not least steht natürlich im nächsten Jahr die Bundestagswahl an. Mit unserer Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock, die hier als Direktkandidatin gegen SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz antritt (ihre Wahl am Sonntag vorausgesetzt), gilt dieser Wahlkreis schon jetzt als einer der spannendsten in ganz Deutschland und wird dementsprechend viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit dem Rückenwind aus den letzten Wahlen können wir auf ein sehr gutes Ergebnis hoffen, dafür gilt es aber auch einen entsprechend großen und professionellen Wahlkampf auf die Beine zu stellen. Auf diese Aufgabe freue ich mich besonders, da ich denke, dass wir aus den vergangen Wahlkämpfen viel Erfahrung mitgenommen haben und diese jetzt zu unserem Vorteil nutzen können. Mein Ziel ist es, dass wir im nächsten Jahr das nächste Grüne Direktmandat für Potsdam holen und stärkste Kraft im Wahlkreis 61 zu werden.
Ich freue mich wenn ihr mich bei all diesen Vorhaben unterstützt und mir eure Stimme gebt.
Viele Grüße,
Eure Carolin
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ÜBER MICH:
33 Jahre, geboren in Potsdam, Politikwissenschaftlerin am WZB Berlin, Mitglied seit 2017, Beisitzerin im Kreisvorstand 2017-2018, Sprecherin im Kreisvorstand seit 2018, Hobbys: Kammerchor Cantamus, Umsonstladen Umverteiler Potsdam