| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung Februar 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5. Sonstiges |
| Antragsteller*in: | KV Vorstand (dort beschlossen am: 14.02.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 16.02.2026, 20:58 |
A3: A Rechenzentrum - Vielfalt sichern
Antragstext
Bündnis 90 / Die Grünen Potsdam unterstützen das Rechenzentrum als einen Ort
kreativer Teilhabe und kultureller Selbstermächtigung sowie als wertvolle
Ergänzung im lebendigen Kulturleben der Stadt. Diese Entwicklung wurde durch das
hohe Engagement der vielen Kreativen, die Unterstützung durch die
Landeshaupstadt und die mehrfachen Duldungsverlängerungen der Stiftung
Garnisonkirche ermöglicht.
In dem produktiven Nebeneinander von Rechenzentrum und dem jetzigen Turm der
Garnisonkirche sehen wir eine Chance für die vielfältig-kreative Stadt.
Mit dem Stadtverordnetenbeschluss am 24.9.2025 wurde deutlich, dass die
Willensbildung zum Gesamtstandort fortgeschritten ist und nun realistische
Ansätze für eine Weiterentwicklung in diesem Sinne bietet.
In einer Phase grundlegender Entscheidungen zur Zukunft an diesem Ort
appellieren wir an die Stiftung Garnisonkirche, einer auch längerfristigen
Nutzung zuzustimmen, damit die Bemühungen konstruktiv und realistisch
fortgesetzt werden können. Sie würde damit den Umgang mit unterschiedlichen
Zielen und Auffassungen in der Stadtgesellschaft im Sinne des Gemeinwohls und
der Demokratiebildung unterstützen.
Für ein weiteres Gebäude auf dem Grundstück des ehemaligen Kirchenschiffes gibt
es keine Planung und Finanzierungen.Vielmehr wird auch von Akteuren der Stiftung
Garnisonkirche in diesem Zusammenhang auf zukünftige Generationen verwiesen.
Daher wäre es unverantwortlich mit dem Rechenzentrum eine erfolgreiche
Kultureinrichtung zu zerstören.
Begründung
Am 24.9.2015 hatte die SVV mit breiter Mehrheit die Verwaltung beauftragt „die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Erhalt des Verwaltungsgebäudes des ehemaligen Rechenzentrums“ zu schaffen.
Für die damit verbundenen Änderungen des Bebauungsplanes Nr. 1 „Neuer Markt/Plantage“ müssen die rechtlichen und finanziellen Bedingungen geschaffen werden.
Das dabei geforderte Nutzungs- und Finanzierungskonzept haben die Nutzenden des RZ bereits erstellt und es befindet sich in der Abstimmung mit der Bauverwaltung.
Eine weitere Bedingung für den Beginn der Arbeit an einem veränderten Bebauungsplan ist die Zustimmung der Stiftung Garnisonkirche für eine längerfristige Nutzung des Rechenzentrums als soziokreatives Zentrum, über den 31.7.2026 hinaus.
Die Wüstenrotstiftung ist bereit, die vollständige Sanierung der denkmalgeschützten Mosaike am Rechenzentrum zu übernehmen. Bedingung ist, das RZ bleibt noch 20 Jahre bestehen.
Das ist eine Perspektive, die auch in Bezug zum Verweis auf nächste Generationen sinnvoll ist.
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