| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung Oktober 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.1.4. Beisitzer*in auf Vorschlag der GRÜNEN JUGEND |
| Antragsteller*in: | GRÜNE JUGEND Potsdam (dort beschlossen am: 29.09.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 29.09.2026, 21:00 |
A34: Micha Dirks
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
während die AfD unsere Gesellschaft spaltet, während Teile der CDU glauben, mit gemäßigter Spaltung Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen zu können, und während wir hier in Potsdam im letzten Wahlkampf plötzlich lesen mussten: „Verlässlichkeit statt grüne Experimente“, glaube ich, dass unsere Antwort eine andere sein muss.
Denn Spaltung bekämpft man nicht mit gemäßigter Spaltung.
Spaltung bekämpft man mit Zusammenhalt. Mit gemeinsamen Werten. Und mit einer gemeinsamen Vorstellung davon, wie unsere Zukunft aussehen soll.
Genau das beschreibt für mich am besten, was es bedeutet, grün zu sein:
Grün bedeutet für mich miteinander. Einbindung. Meinungspluralität auszuhalten und trotzdem Rückgrat zu behalten.
Dieser Leitgedanke hat von Anfang an meine politische Arbeit bestimmt.
Das habe ich im vergangenen Jahr auch in meiner Arbeit als AStA-Referent für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz an der Universität Potsdam erlebt. Wir wollten erreichen, dass die Universität beim Klimaschutz Verantwortung übernimmt und dazu auf dienstliche Kurzstreckenflüge verzichtet.
Wir haben das Studierendenparlament einstimmig hinter unser Anliegen gebracht. Wir haben mit dem Green Office der Universität Potsdam gearbeitet. Wir haben mit dem Kanzler der Universität Potsdam, Herrn Woithe, um einen Kompromiss gerungen. Und schließlich über die Umwelt- und Mobilitätskommission gemeinsam einen Antrag in den Senat eingebracht.
Der Senat hat zugestimmt.
Über 500 Inlandsflüge weniger im Jahr.
Diese Erfahrung möchte ich in den Kreisvorstand einbringen: Menschen zusammenzubringen, Mehrheiten zu organisieren und aus Ideen konkrete politische Veränderungen zu machen.
Denn auch wenn wir Grünen momentan nicht im Brandenburger Landtag vertreten sind, sind wir nicht machtlos. Wir können hier vor Ort zeigen, was grüne Politik bewirken kann. In der Stadt. An der Universität. In unserem Kreisverband.
Junge Menschen haben grüne Politik lange stark getragen. Viele von ihnen haben wir in den vergangenen Jahren verloren. Ich finde, wir sollten nicht bis zum nächsten Landtagswahlkampf warten, um sie wieder anzusprechen.
Wir müssen jetzt anfangen, sie wieder von uns zu überzeugen.
Wir müssen jetzt anfangen, die Grüne Jugend stärker einzubinden und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Wir müssen jetzt anfangen, Social Media zu einem festen Bestandteil unserer Vorstandsarbeit zu machen. Ein Auftritt, der über Ankündigungen hinausgeht, unsere politische Arbeit sichtbar macht und ein junges Publikum erreicht.
Genau daran möchte ich im Vorstand arbeiten.
Das war mir bereits im Bürgermeisterinwahlkampf für Noosha ein besonderes Anliegen. Und das ist mir auch jetzt noch ein besonderes Anliegen.
Die bisherige Zusammenarbeit mit euch, Rebecca, Annalena und dem Vorstand hat mir unglaublich viel bedeutet.
Und mir würde es sehr viel bedeuten, gemeinsam mit euch in die Zukunft von Potsdam und Brandenburg zu gehen.
Denn gerade jetzt, genau hier in Potsdam und Brandenburg, braucht es eine politische Kraft, die nicht spaltet, sondern zusammenbringen.
- Alter:
- 23